Wuppertalbahn investiert weiter in Bahnstrecke Richtung Radevormwald

Seit Anfang des Jahres fahren nun schon die Museumszüge von Wuppertal-Oberbarmen kommend bis zum Bahnhof in Beyenburg. Viele Fahrgäste konnte bei unseren Fahrtagen 2025 bereits die Fahrt durch Obere Tal der Wupper genießen. Ziel der Wuppertalbahn ist es jedoch den Verkehr weiter in Richtung Radevormwald auszuweiten. Eines der größten Hemmnisse hierbei war bisher der Bahnübergang an der Straße „Ackersiepen“ kurz vor dem Haltepunkt Remlingrade, der sich am Beginn des Stausees bei der blauen Brücke befindet. Und eben diese Brücke ist mutmaßlich Verursacher des dortigen Problems. Als diese im Jahr 2016 mit einem riesigen Autokran eingehoben wurde, standen die Stützen des Krans im Bereich der Bahngleise. Nach aktuellen Messergebnissen war der Abstand der Schienen nun 6mm geringer als erlaubt. Mutmaßliche Ursache hierfür war hier der erwähnte Kraneinsatz. Eine Klärung des Sachverhaltes war so lange Zeit später jedoch nicht mehr möglich. Das Problem war aber nun da und ein öffentlicher Bahnverkehr aufgrund der Regularien somit in diesem Bereich ausgeschlossen.

Normalerweise ist das Einstellen der Spurweite relativ leicht möglich und an anderer Stelle schon mehrfach durchgeführt. Nur im Bereich des Bahnübergangs verhindert der Asphalt der Straße ein Arbeiten an Schwellen und Schienen. Daher blieb hier keine andere Wahl, als die gesamte Straßenfahrbahn auszubauen, was mit größeren Kosten einher geht. Um das Ganze nicht in allzu ferner Zukunft wieder durchführen zu müssen, wurde die Gelegenheit genutzt, das gesamte Gleis neu zu erstellen. Die dort verbauten alten Holzschwellen aus dem Jahr 1964 wurden durch 42 moderne Schwellen aus Stahlbeton ersetzt. Diese bieten eine bessere Spurhaltung und Langlebigkeit. Der Rückbau der Straßenfahrbahn, sowie die gesamten Gleisarbeiten erfolgten durch die Mitglieder der Bergischen Bahnen / Förderverein Wupperschiene e.V. in ehrenamtlicher Tätigkeit. Auch der neue Zweiwegebagger des Vereins kam hier erstmals in den Einsatz. Für den Neubau der Straßenfahrbahn konnten wir die Ufer-Poen Bau GmbH aus Radevormwald als ausführendes Bauunternehmen gewinnen. Insgesamt zogen sich die Arbeiten von Ende Oktober bis Ende November 2025 in mehreren Bauphasen. Um die Erreichbarkeit der Sportvereine am Ufer des Beyenburger Stausees sicherzustellen, musste mehrfach ein Provisorium als Straßenbelag ein- und wieder ausgebaut werden. Insgesamt wurden von der Wuppertalbahn EIV gGmbH hier rund 25.000€ bei dieser Maßnahme investiert. Ohne den Personaleinsatz der Ehrenamtler des Vereins Wupperschiene wäre der Betrag wohl mindestens doppelt bis dreimal so hoch gewesen. Bevor der Bahnübergang wieder in Betrieb genommen werden konnte, mussten auch noch die Kontakte für die Ausschaltung Signalanlage sowie ein Potentialausgleich an der Schiene montiert werden. Dies wurde auch wieder durch Vereinsmitglieder sichergestellt.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal bei allen, die durch die Baumaßnahme beeinträchtigt waren, für ihr Verständnis und die gute Kooperation bedanken. Weiterhin ein großes „DANKE“ an alle Unterstützer und Helfer!

Der Abschluss der Baumaßnahme stellt mal wieder einen Meilenstein für die Ausweitung des Bahnbetriebes dar. Es gibt zwar noch weitere Mängel abzuarbeiten, aber zumindest eine Zugfahrt für Reisende zum Halt Remlingrade, direkt an der blauen Brücke gelegen, scheint für Frühjahr / Sommer 2026 absolut realistisch. Genaue Termine hierfür werden wir noch bekannt geben. Wann als nächster Schritt dann der Bahnhof Dahlerau erreicht sein wird, ist noch nicht genau zu terminieren. Der Fokus ist aber hier schon gesetzt!

Weitere Informationen zu dieser Maßnahme mit einer großen Fotodokumentation finden sie HIER.